Zu Besuch bei Agnes Hügli auf dem Gehrenhof in Brislach
Aktualisiert: 31. Aug.
Mit ihrer herzlichen Art und ihrer Leidenschaft für regionale Küche gewann Agnes Hügli 2023 die SRF-«Landfrauenküche». Sie wurde an diesem Kochwettbewerb von Ihrer Tochter Anja als Küchenhilfe tatkräftig unterstützt. Die beliebte Sendung erreichte durchschnittlich rund 575'000 Zuschauerinnen und Zuschauer pro Folge und machte die Bäuerin aus Brislach und ihre Tochter Anja weit über die Region hinaus bekannt. Abseits der Fernsehkameras schlägt Agnes Hügli’s Herz für ihre Familie, den Gehrenhof und die Landwirtschaft. Als katholisch aufgewachsene Bäuerin liegt ihr der Erntedankgottesdienst im Laufental besonders aber der Erntedankgottesdienst der Bäuerinnen und Landfrauen Kreis Laufental am Herzen. Gemeinsam mit ihrer Familie pflegt sie christliche Traditionen und schätzt die Rituale, die den Jahreslauf auf dem Hof prägen. Im Gespräch mit unserem Redaktionsteam erzählt sie, was sie antreibt und weshalb Glaube, Dankbarkeit und Landwirtschaft für sie untrennbar zusammengehören.
Ein Bilderbuch-Sommertag führte das Redaktionsteam ins idyllische Laufental. Auf dem Gehrenhof in Brislach empfing die Familie Hügli ihre Gäste mit herzlicher Gastfreundschaft. Schnell wurde klar: Hier ist Landwirtschaft nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung, die mit viel Herzblut und Leidenschaft gelebt wird. Das Redaktionsteam durfte einen Blick hinter die Kulissen eines Betriebs werfen, auf dem jeder Tag von Engagement, Verantwortung und echter Hingabe geprägt ist.

Der Weg in die beliebte Fernsehsendung begann eher zufällig. Der Vorstand der Bäuerinnen und Landfrauen beider Basel diskutierte anlässlich einer Sitzung über das Sendeformat. Agnes Hügli meinte damals spontan, dass sie sofort mit ihrer Tochter Anja als Küchenhilfe mitmachen würde. Nur wenige Wochen später traf tatsächlich die Einladung der Redaktion der SRF-«Landfrauenküche» ein. Ohne lange zu überlegen sagte sie zu. Eine Entscheidung, die sich als Volltreffer erweisen sollte.
Als sie erfuhr, dass sie den beliebten Kochwettbewerb gemeinsam mit Anja gewonnen hatte, konnte sie ihr Glück zunächst kaum fassen. Die Freude über die Anerkennung ihrer Arbeit war riesig. Gleichzeitig war ihr bewusst, dass dieser Erfolg auch Veränderungen mit sich bringen würde.
Rückblickend überwiegen für sie die positiven Erfahrungen deutlich. Der Wettbewerb brachte ihrem Betrieb grosse Aufmerksamkeit, eröffnete neue Möglichkeiten und führte zu zahlreichen spannenden Begegnungen. Sie knüpfte wertvolle Kontakte, erhielt interessante Anfragen und konnte vielen Menschen einen authentischen Einblick in die Schweizer Landwirtschaft vermitteln. Gleichzeitig stellte die neue Bekanntheit sie vor Herausforderungen: Medienanfragen, zusätzliche Termine und öffentliche Auftritte mussten mit dem anspruchsvollen Alltag auf dem Bauernhof und der Familie vereinbart werden. So blieb oft wenig Zeit für sie selbst. Dennoch sagt Agnes Hügli ohne zu zögern, dass sie jederzeit wieder teilnehmen würde. Der Wettbewerb habe ihr gezeigt, dass Leidenschaft, Fleiss und Authentizität belohnt werden.
Wer Agnes Hügli persönlich erlebt, merkt schnell: Ihre grösste Leidenschaft gilt nicht dem Rampenlicht, sondern dem Leben auf dem Bauernhof. Ihre Energie ist beeindruckend. Kaum ist das Gespräch beendet, ist sie schon wieder in der Legehennenanlage, bei den Ziegen oder den Alpakas auf dem Hof unterwegs. Die vielen Hühner und dutzende weitere Tiere wollen täglich versorgt werden. Neben dem Mastbetrieb, verschiedenen Acker- und Futterkulturen sowie dem Kürbisanbau betreibt die Familie Hügli auch Agrotourismus. Das verlangt Organisation, Ausdauer und einen unermüdlichen Einsatz. Agnes Hügli packt fast überall selbst mit an und lebt vor, was moderne Landwirtschaft bedeutet: Verantwortung übernehmen und jeden Tag mit Freude bei der Sache sein.

Diese Begeisterung gibt sie auch an die nächste Generation weiter. Mit dem Angebot «Bim Buur in d'Schuel» öffnet sie seit 30 Jahren ihren Hof für Schulklassen und macht Landwirtschaft unmittelbar erlebbar. Ob bei einem spannenden Tageskurs oder während eines mehrtägigen Aufenthalts mit Übernachtung im Stroh – Kinder und Jugendliche entdecken, woher unsere Lebensmittel kommen, lernen Tiere aus nächster Nähe kennen und erfahren, wie viel Arbeit, Wissen und Sorgfalt hinter der täglichen Versorgung stecken. Es sind Erlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben und das Verständnis für die Landwirtschaft nachhaltig stärken.

Neben der täglichen Arbeit sind Agnes Hügli auch ihre Werte besonders wichtig. Aufgewachsen im katholischen Glauben, ist ihr der Erntedankgottesdienst im Laufental, besonders aber der Erntedankgottesdienst der Bäuerinnen und Landfrauen Kreis Laufental bis heute eine Herzensangelegenheit. Für sie spielt der Glaube eine tragende Rolle: im bewussten Erleben des Jahreskreislaufs im Einklang mit der Natur, ebenso wie in ihrer Freude am Velofahren und Wandern. Gemeinsam mit ihrer Familie legt sie grossen Wert auf die Pflege christlicher Traditionen und schätzt die liebgewonnenen Rituale, die den Jahresablauf prägen. Sie geben Halt, schaffen Gemeinschaft und erinnern daran, dankbar auf die Gaben der Natur und die Früchte der eigenen Arbeit zu blicken. Der Erntedank ist für sie deshalb weit mehr als eine Tradition: Er ist ein Moment der Dankbarkeit für die Ernte, für die Schöpfung und für all jene Menschen, die täglich zur Versorgung der Bevölkerung beitragen.
Wer Agnes Hügli begegnet, spürt schnell, dass hier Tatkraft, Herzlichkeit und Bodenständigkeit zusammenkommen. Mit ihrer offenen Art, ihrer beeindruckenden Energie und ihrem unermüdlichen Engagement ist sie weit mehr als eine erfolgreiche Gewinnerin der SRF-«Landfrauenküche» oder eine engagierte Landwirtin. Sie zeigt eindrücklich, dass Dankbarkeit für die Schöpfung und die Leidenschaft für die Landwirtschaft eine Verbindung schaffen, die weit über den Erntedankgottesdienst hinaus den Alltag prägt.
(Fotos und Text: RKK BL, Susanne Salvi)
Die Erntedankfeier der Bäuerinnen und Landfrauen Kreis Laufental findet am 20. September um 11.00 Uhr in Wahlen statt.
Hier finden weitere Erntedankgottesdienste im Kanton Basel-Landschaft statt (Bitte beachten Sie, dass diese Übersicht aus den Pfarreibeiträgen im "Lichtblick" abgeleitet wurde. Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit).
Pfarrei Arlesheim Ökum. Erntedank-Gottesdienst, Stiftung Obesunne Arlesheim | Fr. 18.09.2026, 15.15 Uhr |
Pfarrei Binningen-Bottmingen Ökum. Erntedank-Gottesdienst im Brändelistal/Mathishof Bottmingen | So. 13.09.2026, 10.15 Uhr |
Pastoralraum am Blauen/ Dittingen Erntedank-Gottesdienst und Eidgenössischer Dank-, Buss- und Bettag, Röm.-kath. Kirche Dittingen | So. 20.09.2026, 10.00 Uhr |
Pfarrei Füllinsdorf Erntedank-Gottesdienst, Hof Hinterberg Füllinsdorf | So. 18.10.2026, 11.00 Uhr |
Pfarrei Laufen Ökum. Bettagsgottesdienst mit "Teilete", Seniorenzentrum Rosengarten, Laufen | So. 20.09.2026, 10.30 Uhr |
Pfarrei Münchenstein Ökum. Erntedank-Gottesdienst, Röm.-kath. Kirche Münchenstein | So. 06.09.2026, 10.15 Uhr |
Pfarrei Muttenz Erntedank-Gottesdienst, Röm.-kath. Kirche Muttenz | So. 25.10.2026, 10.15 Uhr |
Pfarrei Oberwil Erntedank-Gottesdienst, Röm.-kath. Kirche Oberwil | So. 18.10.2026, 11.00 Uhr |
Pfarrei Reinach Ökum. Erntedank-Gottesdienst, Neuhof Reinach | So. 18.10.2026, 10.30 Uhr |
Pfarrei Sissach Erntedank-Gottesdienst, Röm.-kath. Kirche Sissach | So. 27.09.2026, 11.00 Uhr |
Seelsorgeverband Angenstein/ Pfeffingen Ökum. Familiengottesdienst, Schlosshof Pfeffingen | So. 20.09.2026, 11.00 Uhr |
Seelsorgeverband DoGeHo/ Gempen Erntedank-Gottesdienst, Hof Gill (Hof Berger, Schartenmattweg 22) Gempen | So. 18.10.2026, 11.00 Uhr |

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