Auf zu neuen Ufern: Abschied von Wolfgang Meier
Ein besonderer Gottesdienst stand im Zeichen des Abschieds und des Dankes: Von insgesamt 36 Jahren im seelsorgerischen Dienst wirkte Wolfgang Meier 19 Jahre als Gemeindeleiter in der Pfarrei Bruder Klaus in Birsfelden und 10 Jahre als Pastoralraumleiter "Hardwald am Rhy". Am 16. August wurde er feierlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Gemeinsam mit ihm galten an diesem Gottesdienst auch Kati Leibundgut und Pfarrer Guido Waliser die Worte des Dankes und des Abschieds. Alle drei haben die Gemeinschaft geprägt und über Jahre hinweg einen wichtigen Teil des gemeinsamen Weges mitgestaltet.

Den Festgottesdienst leitete Pfarrer René Hügin. Eine besondere Rolle kam Pfarrer Guido Waliser zu: Mit 90 Jahren war er der älteste Zelebrant in der Kirche. Auch Don Jan von der Missione Cattolica Italiana, Barbara Metzner, Gemeindeleiterin der Pfarrei St. Anton in Pratteln, Lektorin Beatrice Sebele und der Jugendseelsorger Patrick Graf wirkten an der Liturgie mit. Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch den Cantus- und Gospelchor Birsfelden, einen Pianisten und ein Bläserensemble unter der Leitung von Bernd Piepenbreier. Als Hommage an Wolfgang Meiers Studienzeit führten sie die Mainzer Messe in mehreren Sequenzen von Thomas Gabriel auf.

Das Bild von Wasser, Schiff und gemeinsamer Fahrt zog sich wie ein roter Faden durch den Festgottesdienst. Es wurde zum Symbol für die vergangenen Jahre und zugleich für den Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt. So wurde die Feier zu einem Moment des Dankes und der Wertschätzung für drei Menschen, die die Gemeinschaft auf unterschiedliche Weise bereichert haben und zu einem gemeinsamen Blick auf neue Wege und kommende Lebensabschnitte.
Die Sehnsucht nach Gott zuzulassen und darauf zu vertrauen, dass Gott die eigenen Wege begleitet, davon war auch die langjährige Pfarreiarbeit von Wolfgang Meier geprägt. Ein Gedanke, der in den bekannten Worten von Antoine de Saint-Exupéry besonders schön zum Ausdruck kommt:
„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
Dieses Bild nahm auch Wolfgang Meier in seinen persönlichen Abschiedsworten auf. Mit Blick auf seine neunzehn Jahre als Gemeindeleiter erinnerte er sich an Zeiten, in denen der Weg nicht immer ruhig und geradlinig verlief.
Gerade in solchen Situationen, so wurde deutlich, zeigt sich, wie wichtig eine gute Mannschaft ist. Ein Schiff kann stürmische Zeiten nicht allein bewältigen. Es braucht Menschen, die gemeinsam anpacken, Verantwortung übernehmen, füreinander einstehen und auch dann an Bord bleiben, wenn der Wellengang stärker wird.
Besonders hob Wolfgang Meier deshalb das Pfarreiteam und die vielen Ehrenamtlichen und freiwillig Tätigen hervor, mit denen er während seiner Amtszeit unterwegs sein durfte. Sie waren ein wichtiger Teil dieser „Mannschaft“, auf die er zählen konnte und durch deren Engagement Gemeindeleben überhaupt möglich wurde. Sein Blick galt dabei nicht nur den vergangenen Jahren, sondern ausdrücklich auch den Menschen, die sich heute weiterhin für die Pfarrei Bruder Klaus einsetzen.
Barbara Kötting-Gattas (Bischofsvikariat St. Urs) überbrachte im Namen des Bischofs von Basel Felix Gmür, von Bischofsvikar Valentine Koledoye und des Bischofsvikariats St. Urs ein herzliches Dankeschön. Sie erinnerte in ihrer Rede an Wolfgang Meiers langjähriges Wirken. Hier finden Sie die Dankesworte zum Nachlesen:

Anschliessend würdigte der Kirchgemeindepräsident, Bruno Leibundgut, Wolfgang Meier in einer humorvollen und zugleich persönlichen Laudatio. Mit Witz und Augenzwinkern verband er seinen Dank für das unermüdliche Wirken von Wolfgang Meier mit der Wertschätzung für die gemeinsame Zeit.
Gleichzeitig richtete sich der Blick nach vorne: Mit der Namensnennung von Olivia Forrer wurde ein erster Ausblick auf die Nachfolge und damit auf die Zukunft der Pfarrei Bruder Klaus gegeben. So verband Bruno Leibundgut’s Laudatio Rückblick, Dank sowie Aufbruch und zeigte, wie aus langjährigem gemeinsamen Unterwegssein Verbundenheit und Freundschaft entstehen können.

Auch Kati Leibundgut und Pfarrer Guido Waliser wurden verabschiedet
Im Rahmen des Gottesdienstes wurden die langjährige Sekretariatsmitarbeitende Kati Leibundgut und Pfarrer Guido Waliser gewürdigt sowie aus ihrem langjährigen Dienst in der Pfarrei verabschiedet.

Kati Leibundgut wurde ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet.

Mit 90 Jahren war Guido Waliser der älteste Zelebrant in der Kirche.
Fotos: Casper Thiriet
Mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnt für Wolfgang Meier ein neuer Lebensabschnitt mit mehr Zeit für die Familie, persönliche Interessen und sportliche Aktivitäten. Ob beim Schwimmen oder bei anderen Unternehmungen am und auf dem Wasser; nun bleibt Raum für vieles, was Freude bereitet und im bisherigen Alltag vielleicht zu kurz gekommen ist.
Wolfgang Meier gilt ein herzlicher Dank für sein vielfältiges Wirken und sein Engagement. Für den neuen Lebensabschnitt wünscht auch die Landeskirche alles Gute, Gesundheit, Freude und viele schöne Momente…und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!
Bildimpressionen:






Text: RKKBL, Susanne Salvi

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